Durch das Hochwasserereignis September 2024 kam es im Wienfluss zu zahlreichen Schäden. Im Bereich der Pilgramgasse wurde die bestehende massive Sohlbefestigung auf eine Länge von ca. 230 m bis auf eine Tiefe von ca. 3 m abgetragen. Durch diesen Kolk war einerseits die Standsicherheit der flach fundierten linken Wienflussmauer gefährdet und anderseits die geringe Überdeckung der geplanten Querung des U-Bahntunnels der U2 stark reduziert. Der U-Bahnvortrieb musste aus Gründen der Standsicherheit vorübergehend eingestellt werden. An der linken Wienflussmauer wurden starke Mauerverschiebungen Richtung Wienfluss beobachtet. Hierdurch wurde die in diesem Bereich vorhandene provisorische Überbauung des Wienflusses, die für die Baustelleinrichtung der U-Bahnbaustelle genutzt wurde, in ihrer Tragfähigkeit beeinträchtigt, sie musste geräumt werden.
Durch den Einbau einer Unterwasserplombe konnte eine Verringerung der Mauerverschiebungen erreicht werden und schließlich durch den Einbau einer bewehrten Stahlbetonsohlplatte endgültig stabilisiert werden. Für die Sanierungsarbeiten waren umfangreiche Wasserhaltungsmaßnahmen erforderlich. Die gesamten Planungen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Magistratsabteilungen der Stadt, den Wiener Linien und der Feuerwehr.